Zur Halbzeit des 189. Münchner Oktoberfestes hat die Festleitung am mittleren Wiesn-Wochenende ihre traditionelle „Halbzeitbilanz“ gezogen – und zeichnet das Bild einer ebenso friedlichen wie feierfreudigen ersten Festwoche mit 3,6 Millionen Besucherinnen und Besuchern, gestiegenem Hendl-Appetit, 51.000 geretteten Maßkrügen und einer gewohnt skurrilen Inventarliste im Wiesn-Fundbüro. Begünstigt durch goldenes Spätsommerwetter lag der Gästezustrom auf dem 34,5 Hektar großen Festgelände leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Zu den alljährlichen Klassikern auf der Theresienwiese gehört der Versuch zahlreicher Souvenirjäger, die schweren Ein-Liter-Glaskrüge unter Jacken, Dirndlschürzen oder in Rucksäcken aus den 17 großen und 21 kleinen Festzelten zu schmuggeln. Nach Angaben der Festleitung nahmen aufmerksame Sicherheitskräfte an den Ausgängen allein in den ersten acht Tagen rund 51.000 Maßkrüge ab und gaben das Eigentum der Brauereien direkt an die Wirte zurück.
Gebiss, Lederhosen und ein Zauberwürfel im Wiesn-Fundbüro
Für Schmunzeln sorgte einmal mehr der Zwischenbericht des Oktoberfest-Fundbüros im Behördenhof. Bis zum mittleren Wochenende zählten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 1.500 abgegebene Gegenstände, angeführt von 360 Geldbeuteln, 350 Smartphones, 260 Ausweisen, 200 Schlüsselbunden, 190 Brillen sowie 150 Taschen und Rucksäcken.
Neben den alltäglichen Verlusten landeten auch in diesem Jahr zahlreiche Kuriositäten auf dem Tresen: ein komplettes Gebiss, zwei goldene Eheringe, mehrere echte Lederhosen, ein Paar Gehhilfen, eine Aufbissschiene, ein goldener Bilderrahmen sowie ein fertig gelöster Zauberwürfel (Rubik's Cube).
“Während 3,6 Millionen Gäste eine friedliche und sonnige erste Wiesn-Hälfte genossen haben, mussten unsere Ordner an den Ausgängen dennoch 51.000 Maßkrüge abfangen, und unser Fundbüro hat vom Gebiss bis zum Ehering wieder alles katalogisiert.”
Kräftiger Appetit auf Bayerische Klassiker und Entspannte Sicherheitslage
In den großen Festzelten und auf der historischen „Oiden Wiesn“ meldeten die Wirte beim Bier- und Speisenverkauf ein Plus von rund fünf Prozent gegenüber der ersten Hälfte des Vorjahres. Großer Beliebtheit erfreuten sich zudem alkoholfreie Getränke sowie die zehn kostenlosen Trinkwasserbrunnen auf dem Festplatz. In den Küchen waren Ochsenbraten, knusprige Wiesn-Hendl, Schweinshaxn und Riesenbrezn besonders gefragt.
Polizei und Sanitätsdienste lobten die entspannte Atmosphäre in der ersten Halbzeit: Die Zahl der Körperverletzungen ging um 25 Prozent zurück, und erstmals seit Jahren wurde bis zur Halbzeit kein einziger Maßkrug-Schlag gemeldet. Bis zum traditionellen Kehraus am 6. Oktober stellen Gäste aus den USA, Italien, Großbritannien, Österreich und Frankreich weiterhin die größten internationalen Besuchergruppen.




Comments (0)
Log in to join the discussion.