US-Präsident Joe Biden hat am Samstag umfassende Bundes-Katastrophenerklärungen für North Carolina und Georgia genehmigt und damit einen massiven Zufluss an Bundesmitteln und Notfallpersonal in die von Hurrikan Helene verwüsteten Gemeinden beschleunigt. Der Schritt des Weißen Hauses erfolgt, nachdem historische Sturzfluten, verheerende Erdrutsche und flächendeckende Netzausfälle Hunderte Orte in den südlichen Appalachen ohne Strom, sauberes Trinkwasser und Mobilfunkverbindung von der Außenwelt abgeschnitten haben.

Nach dringenden Ersuchen von North Carolinas Gouverneur Roy Cooper und Georgias Gouverneur Brian Kemp schalten die präsidialen Genehmigungen umgehend die individuellen Hilfsprogramme der Katastrophenschutzbehörde FEMA in Dutzenden schwer getroffenen Bezirken frei, darunter Buncombe, Henderson, Watauga und Mitchell im Westen North Carolinas sowie Lowndes und Richmond in Georgia.

Sofortige Bundeshilfe für überflutete Berggemeinden freigegeben

Im Rahmen der Katastrophenerklärung können berechtigte Hausbesitzer und Mieter direkt Bundeszuschüsse beantragen, um vorübergehende Unterkünfte, dringende Hausreparaturen, unversicherte Sachschäden und medizinische Notfallkosten zu decken. Zudem werden zinsgünstige Wiederaufbaukredite der US-Kleinunternehmensbehörde SBA für betroffene Betriebe und gemeinnützige Organisationen aktiviert.

Neben der direkten Haushaltshilfe sehen die Richtlinien eine Kostenbeteiligung des Bundes für staatliche, kommunale und indigene Behörden vor. Diese Mittel finanzieren rund um die Uhr laufende Schutzmaßnahmen, die Trümmerbeseitigung auf unterspülten Gebirgsautobahnen wie der Interstate 40 und Interstate 26 sowie die rasche Wiederherstellung kommunaler Wasserwerke.

“Meine Regierung mobilisiert jede verfügbare Bundesressource, um Gouverneure, Bürgermeister und Ersthelfer zu unterstützen, während wir lebensrettende Such- und Rettungseinsätze durchführen und mit dem Wiederaufbau zerstörter Gemeinden beginnen.”

Großeinsatz für Such- und Rettungsaktionen sowie Infrastruktur-Wiederaufbau

FEMA-Chefin Deanne Criswell reiste in das Katastrophengebiet, um die Einsätze gemeinsam mit den Katastrophenschutzleitern der Bundesstaaten zu koordinieren. Mehr als 1.500 Bundeskräfte sind inzwischen vor Ort im Einsatz, unterstützt von Wildwasser-Rettungrupps, Hubschraubereinheiten der US-Küstenwache und Stromnetz-Spezialisten des Ingenieurkorps der US-Armee.

Logistikzentren des Bundes haben bereits Millionen Liter Trinkwasser, haltbare Fertiggerichte, leistungsstarke Industriegeneratoren und Satellitenkommunikationsterminals bereitgestellt, um die Verbindungsausfälle im bergigen Gelände zu überbrücken. Vertreter des Weißen Hauses versicherten, dass weitere Bezirke zügig in das Hilfsprogramm aufgenommen werden, sobald neue Schadensbewertungen vorliegen.

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