Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben bestätigt, dass Dutzende Flugzeuge der israelischen Luftwaffe eine großangelegte Langstreckenoperation gegen von der Huthi-Miliz kontrollierte Hafen- und Energieinfrastruktur an der jemenitischen Küste des Roten Meeres durchgeführt haben. Getroffen wurden die Häfen von Hodeida und Ras Isa sowie nahegelegene Elektrizitätswerke rund 1.800 Kilometer südlich der israelischen Grenze. Es handelt sich um den zweiten direkten israelischen Luftschlag im Jemen seit Juli.
Nach Militärangaben aus Tel Aviv waren an dem Einsatz Tarnkappenjets vom Typ F-35I Adir, F-15-Kampfflugzeuge, fliegende Tanker zur Luftbetankung sowie Aufklärungsflugzeuge beteiligt. Israelische Sicherheitskreise erklärten, die getroffenen Entladekräne, Treibstofflager und Hafenanlagen in Hodeida und Ras Isa seien von den Huthi genutzt worden, um iranische Waffenlieferungen entgegenzunehmen und militärische Operationen in der Region zu finanzieren.
Vergeltung für ballistische Raketenangriffe auf den Großraum Tel Aviv
Dem Luftschlag waren in den vergangenen Tagen mehrere Angriffe mit ballistischen Boden-Boden-Raketen aus dem Jemen auf den Großraum Tel Aviv und den internationalen Flughafen Ben Gurion vorausgegangen, die vom israelischen Langstrecken-Abwehrsystem Arrow abgefangen worden waren. Verteidigungsminister Joaw Galant verfolgte den Einsatz gemeinsam mit Generalstabschef Herzi Halevi im Führungsbunker der Luftwaffe in Tel Aviv.
Örtliche Gesundheitsbehörden in Hodeida meldeten Opfer unter Hafenarbeitern sowie weitreichende Stromausfälle in den Küstenbezirken, nachdem in Treibstoffdepots und Umspannwerken im Stadtteil Al-Hali Großbrände ausgebrochen waren.
“Unsere Luftwaffe operierte rund 1.800 Kilometer von Israels Grenzen entfernt, um strategische Hafen- und Energieinfrastruktur zu treffen, die für den Waffentransfer und für Angriffe in der gesamten Region genutzt wird.”
Sicherheit im Roten Meer und humanitäre Sorgen der UNO
Humanitäre Koordinatoren der Vereinten Nationen wiesen darauf hin, dass die Häfen von Hodeida und Ras Isa als zentrale Umschlagplätze für kommerzielle Lebensmittel-, Medikamenten- und Treibstoffimporte dienen, von denen Millionen Zivilisten im Norden des Jemen abhängen.
Gleichzeitig hielten die im Roten Meer und im Golf von Aden stationierten Einheiten des US-Zentralkommandos (CENTCOM) ihre erhöhte Luft- und Seeverteidigungsbereitschaft aufrecht, während Reedereien die Sicherheitslage auf den internationalen Handelsrouten neu bewerteten.




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