Das indonesische Investitionsministerium (BKPM) und die Behörde der neuen Hauptstadt Nusantara (OIKN) haben bekannt gegeben, dass sich die kumulierten nichtstaatlichen privaten und internationalen Investitionen über acht Spatenstich-Phasen (Groundbreakings) in Nusantara auf 58,41 Billionen Rupiah (3,85 Milliarden US-Dollar) belaufen. Die Kapitalzusagen verteilen sich auf 55 Infrastruktur- und Gewerbeprojekte, die derzeit in der Provinz Ost-Kalimantan entstehen.

Nusantara wurde als nachhaltige, in den Regenwald integrierte Smart-City-Metropole konzipiert, um das überlastete und absinkende Jakarta als Regierungssitz Indonesiens abzulösen. Rund 80 Prozent des langfristigen Entwicklungsbudgets sollen über öffentlich-private Partnerschaften und private Direktinvestitionen finanziert werden, während der Staatshaushalt (APBN) die zentralen Regierungsgebäude und Hauptverkehrsachsen trägt.

Ausländisches Direktkapital ergänzt heimische Großkonzerne in Phase acht

Die jüngste achte Bauphase markierte einen wichtigen Wendepunkt, da erstmals direkte ausländische Immobilien- und Bildungsprojekte neben führenden indonesischen Unternehmensgruppen den ersten Spatenstich vollzogen. Zu den neuen Vorhaben zählen ein gemischt genutzter Geschäftskomplex der Pekinger Delonix Group im Wert von 500 Milliarden Rupiah, ein internationaler Campus der Australian Independent School (AIS) sowie ein Resort-Projekt von Magnum Estate International.

In den vorangegangenen Phasen hatten bereits große heimische Unternehmen – darunter Bank Mandiri, Bank Rakyat Indonesia (BRI), Bank Central Asia (BCA), die Klinikgruppen Hermina und Mayapada, die Pakuwon Group sowie Astra International – mit dem Bau im zentralen Regierungskerngebiet (KIPP) begonnen, versorgt durch ein 50-Megawatt-Solarkraftwerk von PLN Nusantara Power und Sembcorp.

“Das Überschreiten von 58 Billionen Rupiah an privaten und ausländischen Investitionen über acht Bauphasen hinweg beweist das anhaltende Vertrauen globaler Investoren in die Zukunft von Nusantara.”

Steueranreize und grüne Smart-City-Infrastruktur treiben den Ausbau voran

Um privates Kapital noch schneller zu mobilisieren, hat die indonesische Regierung mit der Regierungsverordnung Nr. 12/2023 weitreichende steuerliche Anreize geschaffen. Dazu gehören Körperschaftsteuerbefreiungen (Tax Holidays) von bis zu 30 Jahren für strategische Infrastrukturinvestoren, Zollbefreiungen für Investitionsgüter sowie verlängerbare Baurechte (HGB) mit einer Laufzeit von bis zu 95 Jahren.

Mit der Eröffnung des neuen Flughafens Nusantara und neuer Mautstraßenkorridore, welche die Fahrzeit von Balikpapan auf unter 40 Minuten verkürzen, befinden sich laut OIKN derzeit über 500 Absichtserklärungen (Letters of Intent) in- und ausländischer Investoren in der konkreten Machbarkeits- und Grundstückszuteilungsprüfung.

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