Die europäische Planetenabwehrsonde Hera der ESA ist am Montagmorgen an Bord einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Cape Canaveral in Florida erfolgreich ins All gestartet.

Das Raumfahrzeug trennte sich rund 76 Minuten nach dem Start planmäßig von der Raketenstufe und sendete kurz darauf erste Telemetriedaten an das Kontrollzentrum in Darmstadt.

Europas Maßgeblicher Beitrag zum Schutz der Erde

Hera ist der europäische Teil der internationalen Planetenabwehrinitiative und folgt auf die DART-Mission der NASA, die im September 2022 den Asteroidenmond Dimorphos gezielt gerammt hatte.

Auf ihrem zweijährigen Flug wird die Sonde Anfang 2025 am Mars vorbeifliegen, um Schwung zu holen, bevor sie Ende 2026 beim Asteroidensystem Didymos eintrifft.

“Hera is Europe's bold contribution to planetary defense, providing the essential ground-truth measurements needed to transform asteroid deflection from an experiment into a repeatable defense tool.” — Josef Aschbacher, Director General of the European Space Agency

Forensische Untersuchung Nach dem Kinetischen Asteroideneinschlag

Vor Ort wird Hera zwei schuhkartongroße CubeSats namens Milani und Juventas aussetzen, die den Einschlagkrater im Detail scannen und das Innere des Himmelskörpers mittels Radar untersuchen.

Wissenschaftler erhoffen sich präzise Erkenntnisse über die Masse und innere Struktur von Dimorphos, um die Technik der Asteroidenablenkung im Ernstfall verlässlich anwenden zu können.

Frequently Asked Questions

Was ist das Hauptziel der Hera-Mission der ESA?

Die genaue Untersuchung der Masse und des Kraters von Dimorphos nach dem Einschlag von DART zur Validierung von Abwehrmethoden.

Wann wird Hera beim Asteroiden eintreffen?

Die Ankunft am Doppelasteroiden Didymos ist für Ende 2026 nach einem Vorbeiflug am Mars geplant.

Sources