Um fatale Versäumnisse aus der Covid-19-Pandemie nicht zu wiederholen, haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die afrikanische Seuchenschutzbehörde Africa CDC am Montag den offiziellen Zuteilungsmechanismus AAM (Access and Allocation Mechanism) für Mpox-Impfstoffe gestartet.

Unter Einbindung von UNICEF und der Impfallianz Gavi bündelt die Plattform internationale Spenden und koordiniert deren bedarfsgerechte Verteilung an Hochrisikogruppen in betroffenen Regionen.

Gerechte Verteilung statt Ausgrenzung im globalen Süden

Im laufenden Jahr verzeichneten afrikanische Gesundheitsbehörden über 30.000 Infektions- und Verdachtsfälle sowie mehr als 800 Todesfälle in 15 Ländern, angetrieben durch die gefährlichere Klade-1b-Variante.

Die Demokratische Republik Kongo, auf die fast 90 Prozent aller erfassten Erkrankungen entfallen, erhält den Löwenanteil der ersten Lieferungen des Vakzins MVA-BN von Bavarian Nordic.

“Wir dürfen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen, bei denen afrikanische Staaten leer ausgingen. Dieser Mechanismus sorgt für echte Chancengleichheit.”

Epidemiologische Schwerpunkte und Kühlketten-Herausforderungen

Trotz zugesagter 2,8 Millionen Dosen bleibt der Aufbau lückenloser Kühlketten in entlegenen Regenwaldgebieten die größte logistische Bewährungsprobe.

Experten beider Organisationen sind bereits vor Ort in Kinshasa im Einsatz, um Impfteams auf den Beginn der Impfkampagne in den kommenden Wochen vorzubereiten.

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