Die britische Vizepremierministerin Angela Rayner hat am Donnerstag im Parlament in London offiziell die 'Employment Rights Bill' eingebracht und damit das zentrale Wahlversprechen der Labour-Regierung eingelöst, innerhalb der ersten 100 Tage im Amt das Arbeitsrecht zu reformieren.

Das Gesetzespaket wird als größte Stärkung der Arbeitnehmerrechte seit einer Generation bezeichnet und umfasst 28 Einzelmaßnahmen, die unsichere Beschäftigungsverhältnisse eindämmen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern sollen.

Ende für Ausbeuterische Null-Stunden-Verträge und Zwangskündigungen

Kernstück der Reform ist das Verbot ausbeuterischer Null-Stunden-Verträge: Beschäftigte erhalten das Recht auf einen Vertrag mit garantierten Arbeitsstunden, sofern sie über einen Zeitraum von zwölf Wochen regelmäßig gearbeitet haben.

Zudem schiebt das Gesetz der umstrittenen 'Fire-and-Rehire'-Praxis einen Riegel vor, bei der Firmen Personal entlassen, um es zu schlechteren Konditionen wieder einzustellen – dies gilt künftig als unrechtmäßige Kündigung.

“This landmark legislation delivers the biggest upgrade to workers' rights in a generation, turning the page on low-pay, insecure work while supporting productive businesses.” — Angela Rayner, Deputy Prime Minister of the United Kingdom

Schutzrechte ab dem Ersten Arbeitstag und Neue Kontrollbehörde

Arbeitnehmer genießen künftig bereits ab dem ersten Arbeitstag Kündigungsschutz sowie Anspruch auf Vaterschafts- und Trauerurlaub, während die dreitägige Wartefrist für das gesetzliche Krankengeld ersatzlos gestrichen wird.

Zur Überwachung der Vorschriften wird eine neue 'Fair Work Agency' gegründet; nach Beratungen mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften sollen die meisten Regelungen im Jahr 2026 in Kraft treten.

Frequently Asked Questions

Was regelt das neue britische Arbeitsrechtsgesetz im Kern?

Es verbietet ausbeuterische Null-Stunden-Verträge sowie Fire-and-Rehire und gewährt ab dem ersten Arbeitstag Schutzrechte und Krankengeld.

Wann treten die neuen Arbeitsmarktregeln in Großbritannien in Kraft?

Nach dem parlamentarischen Verfahren und Konsultationen mit Arbeitgebern sollen die meisten Reformen im Jahr 2026 wirksam werden.

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