Auf der Entwicklerkonferenz Meta Connect im kalifornischen Menlo Park hat Meta Platforms mit 'Orion' den Prototyp einer echten holografischen Augmented-Reality-Brille der Öffentlichkeit präsentiert.

Meta-Chef Mark Zuckerberg bezeichnete die Brille als Krönung der zehnjährigen Forschungsarbeit der Sparte Reality Labs. In dem leichten Magnesiumgestell sind winzige Micro-LED-Projektoren und Wellenleiter aus Siliziumkarbid verbaut, die ein riesiges Sichtfeld von 70 Grad ermöglichen.

Orion: Siliziumkarbid-Linsen und Steuerung per Nervenimpuls

Im Gegensatz zu geschlossenen VR-Headsets blickt der Nutzer durch klare Brillengläser auf die reale Umwelt, in die hochauflösende Hologramme, Menüs und Avatare nahtlos dreidimensional eingeblendet werden.

Gesteuert wird das System durch Eyetracking, Sprache und ein EMG-Armband (Elektromyografie), das feinste elektrische Nervensignale an das Handgelenk erfasst und Gesten wie Antippen oder Scrollen ohne Heben des Arms ermöglicht.

“Viele hielten echte AR-Brillen in diesem kompakten Design für schlicht unmöglich. Orion beweist das Gegenteil. Es ist das fortschrittlichste Stück Technologie, das je gebaut wurde.”

Quest 3S: Mixed Reality für den Massenmarkt

Da die Produktionskosten von Orion noch im fünfstelligen Dollarbereich liegen, bleibt das Modell vorerst Entwicklern und Forschern vorbehalten. Als sofort verfügbares Massenprodukt präsentierte Meta stattdessen das Quest 3S für 299 US-Dollar.

Mit dem schnellen Snapdragon XR2 Gen 2 Prozessor und Farbkameras für Passthrough bietet das Quest 3S dieselben Kernfunktionen wie das teurere Quest 3 und soll das Weihnachtsgeschäft dominieren.

Sources