Auf seiner Entwickler- und Kundenkonferenz Dreamforce in San Francisco hat der Softwarekonzern Salesforce mit Agentforce eine Plattform vorgestellt, mit der Firmen autonome KI-Agenten in Kernprozessen implementieren können.

Salesforce-Gründer und CEO Marc Benioff rief vor tausenden Zuschauern die 'dritte Welle der künstlichen Intelligenz' aus: Nach prädiktiven Modellen und dialogbasierten Copiloten folge nun der Schritt zu selbstständig agierenden digitalen Mitarbeitern.

Die Dritte Welle der Enterprise-KI-Evolution

Das Herzstück bildet die neu entwickelte Atlas Reasoning Engine. Sie bewertet Kontexte, plant mehrstufige Arbeitsabläufe und verarbeitet Unternehmensdaten aus der Salesforce Data Cloud unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorgaben.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Chatbots beantwortet Agentforce nicht nur Fragen, sondern löst eigenständig Kundenreklamationen, qualifiziert Vertriebskontakte und stößt Bestellprozesse an.

“Copiloten waren ein erster Versuch, erfordern aber viel zu viele manuelle Eingaben. Agentforce ist die Zukunft: Autonome Agenten, die Ihre Daten verstehen und echte Produktivitätssprünge liefern.”

Atlas Reasoning Engine und die Abkehr von Nutzerlizenzen

Benioff sparte während seiner Keynote nicht mit Kritik an Mitbewerbern und bezeichnete Microsofts Copilot provokant als modernen 'Karl Klammer' (Clippy), der Anwendern zu wenig echten Nutzen bringe.

Für Aufsehen sorgt auch die Abrechnung: Statt monatlicher Gebühren pro Mitarbeiter berechnet Salesforce 2 US-Dollar pro geführter Agenten-Konversation, was Unternehmen flexible Skalierungsmöglichkeiten bietet.

Sources