Ein israelisches Kampfflugzeug hat am Freitag einen gezielten Präzisionsangriff auf ein dicht besiedeltes Viertel im Beiruter Vorort Dahije ausgeführt. Dabei wurde der hochrangige Hisbollah-Militärkommandeur Ibrahim Aqil zusammen mit weiteren Führungsmitgliedern der Radwan-Elitebrigade getötet.

Das libanesische Gesundheitsministerium bestätigte am Abend, dass mindestens 14 Menschen ums Leben kamen und über 66 weitere Personen verletzt wurden. Rettungsmannschaften suchten in den Trümmern eines komplett eingestürzten Wohnblocks nach Überlebenden.

Gezielter Schlag gegen die Radwan-Eliteeinheit

Ibrahim Aqil zählte zum Dschihad-Rat, dem obersten militärischen Entscheidungsgremium der Miliz. Die US-Regierung hatte ein Kopfgeld von sieben Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt, da er mit den tödlichen Bombenanschlägen auf US-Einrichtungen in Beirut 1983 in Verbindung gebracht wurde.

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte leitete Aqil in einem unterirdischen Raum unter dem Wohnhaus ein geheimes Treffen von Radwan-Offizieren, bei dem konkrete Pläne für eine Bodenoffensive im Norden Israels besprochen worden seien.

“Wir haben Ibrahim Aqil und die Führung der Radwan-Einheit ins Visier genommen, die sich im Untergrund versammelt hatten, um Anschläge vorzubereiten.”

Zivile Opfer und Furcht vor regionaler Eskalation

Der Luftschlag markiert den Höhepunkt einer dramatischen Eskalationswoche im Libanon, nachdem zuvor Tausende Pager und Funksprechgeräte der Hisbollah explodiert waren und dutzende Tote sowie tausende Schwerverletzte gefordert hatten.

Die Vereinten Nationen und westliche Regierungen warnten eindringlich vor einem unkontrollierbaren Flächenbrand im Nahen Osten und forderten beide Seiten zu unverzüglicher Deeskalation auf.

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