Mehr als 130 Staats- und Regierungschefs sind am Freitag im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York zusammengekommen, um den historischen UN-Zukunftsgipfel (Summit of the Future) zu eröffnen. Die hochrangige Konferenz soll dem erlahmten Multilateralismus angesichts globaler Krisen neue Handlungsfähigkeit verleihen.
Im Zentrum der Tagung steht die Verabschiedung des 'Pakts für die Zukunft', der in monatelangen Verhandlungen unter gemeinsamer Federführung Deutschlands und Namibias ausgearbeitet wurde. Ergänzt wird er durch den Global Digital Compact und eine Erklärung für künftige Generationen.
Historischer Konsens zur Wiederbelebung des Multilateralismus
UN-Generalsekretär António Guterres appellierte eindringlich an die Delegierten, geopolitische Gräben zu überwinden, und verwies auf Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die fortschreitende Klimakrise sowie die unkontrollierte Entwicklung neuer Technologien.
Einen Meilenstein stellt der Global Digital Compact dar: Er formuliert erstmals völkerrechtliche Grundsätze für die Governance Künstlicher Intelligenz und regt die Einsetzung eines wissenschaftlichen KI-Panels nach dem Vorbild des Weltklimarats IPCC an.
“Wir können keine zukunftsfähige Welt für unsere Enkel mit Systemen bauen, die unsere Großeltern erdacht haben. Dieser Gipfel ist eine historische Chance für den Multilateralismus.”
Regeln für Künstliche Intelligenz und Reform der Finanzinstitutionen
Zudem enthält der Pakt die Zusage, den 15-köpfigen UN-Sicherheitsrat zu reformieren, um der Unterrepräsentanz Afrikas zu begegnen, und die internationalen Finanzinstitutionen gerechter für Schwellen- und Entwicklungsländer aufzustellen.
Trotz anfänglicher Blockadedrohungen einzelner Staaten bestätigte der Präsident der Generalversammlung, Philémon Yang, die Verabschiedung des Dokuments durch die Staatengemeinschaft.




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