Der US-Bezirksrichter James Donato hat am Montag eine weitreichende landesweite Verfügung erlassen, die Google dazu verpflichtet, seinen Play Store auf Android-Geräten grundlegend für konkurrierende App-Stores zu öffnen.
Die gerichtliche Anordnung folgt auf ein Urteil aus dem Dezember 2023, bei dem Geschworene dem Softwareentwickler Epic Games Recht gaben und Google ein illegales Monopol bei App-Vertrieb und Bezahldiensten bescheinigten.
Ende des Monopols beim Vertrieb von Android-Apps
Ab November 2024 muss Google für eine Dauer von drei Jahren konkurrierende Marktplätze über seinen eigenen Store zugänglich machen und darf Gerätehersteller nicht mehr für Exklusivität bezahlen.
Zudem untersagte das Gericht den Zwang, In-App-Abrechnungen über Google Play Billing abzuwickeln, womit Entwickler eigene, kostengünstigere Bezahlmethoden direkt einbinden dürfen.
“Google must dismantle the anticompetitive barriers it erected around Android app distribution, enabling genuine choice and competition for developers and consumers alike.” — James Donato, U.S. District Judge
Dreijährige gerichtliche Anordnung für mehr Software-Wettbewerb
Google kündigte umgehend an, Rechtsmittel einzulegen, da die Anordnungen die Systemsicherheit schwächen und Nutzer Risiken durch Schadsoftware aussetzen könnten.
Epic-Games-Chef Tim Sweeney bezeichnete die Entscheidung hingegen als historischen Durchbruch für fairen Wettbewerb in der weltweiten digitalen Wirtschaft.
Frequently Asked Questions
Was verlangt das Gericht von Google konkret?
Google muss Drittanbieter-Stores auf Google Play vertreiben und alternative Zahlungssysteme ohne Sanktionen zulassen.
Wie lange gilt die gerichtliche Marktöffnung?
Die Anordnung gilt verbindlich für drei Jahre ab November 2024 bis November 2027.





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