EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den von schweren Überschwemmungen betroffenen Ländern Mitteleuropas finanzielle Hilfen im Umfang von zehn Milliarden Euro zugesagt.

Bei einem Treffen im polnischen Breslau mit Polens Ministerpräsident Donald Tusk und den Regierungschefs Tschechiens, der Slowakei und Österreichs stellte sie klar, dass auf den sonst üblichen nationalen Eigenanteil komplett verzichtet wird.

Krisentreffen im vom Hochwasser bedrohten Breslau

Das Tief Boris hatte in den vergangenen Tagen sintflutartige Regenfälle gebracht. Flüsse traten über die Ufer, Deiche brachen und ganze Städte standen unter Wasser. Mindestens 24 Menschen kamen ums Leben.

Die Milliardenhilfen stammen aus dem EU-Kohäsionsfonds und sollen schnell und unbürokratisch für die Instandsetzung von Straßen, Schienen, Brücken und Stromleitungen verwendet werden.

“Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Wir stellen zehn Milliarden Euro zur Verfügung – zu 100 Prozent aus EU-Mitteln.”

Bürokratiefreier Wiederaufbau von Dämmen und Verkehrsnetzen

Darüber hinaus können die Staaten Gelder aus dem EU-Solidaritätsfonds abrufen, um Deiche und Rückhaltebecken gegen künftige Extremwetterkatastrophen zu ertüchtigen.

Donald Tusk lobte die Brüsseler Zusage als greifbaren Beweis europäischer Solidarität in einer beispiellosen Notsituation.

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