Die Demokratische Republik Kongo hat in der ostkongolesischen Metropole Goma offiziell ihre Impfkampagne gegen das Mpox-Virus gestartet. Die ersten Impfdosen wurden im Allgemeinen Provinzkrankenhaus von Goma an Ärzte, Krankenschwestern und Laboranten verabreicht, die bei der Versorgung von Infizierten dem größten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind.
Die Gesundheitsbehörden greifen auf ein erstes Kontingent von 265.000 Dosen des Impfstoffs MVA-BN zurück, der vom deutsch-dänischen Hersteller Bavarian Nordic produziert und von der Europäischen Union sowie den USA bereitgestellt wurde. Das Zwei-Dosen-Vakzin soll verlässliche Immunität gegen die neue Klade-1b-Virusvariante aufbauen.
Verteilung der MVA-BN-Impfstoffe an medizinisches Fachpersonal
Die Provinzen Nord- und Süd-Kivu gelten als Epizentrum des aktuellen Ausbruchsgeschehens in Zentralafrika, begünstigt durch anhaltende bewaffnete Konflikte und beengte Wohnverhältnisse in Flüchtlingslagern. Die Mediziner vor Ort arbeiten unter extremen Bedingungen bei der Behandlung schmerzhafter Hautläsionen und Fieberschübe.
Experten der Weltgesundheitsorganisation und der Africa CDC unterstützen die kongolesischen Fachkräfte bei der Aufrechterhaltung der Kühlkette. Zur Sicherung der Impfstoffqualität unter tropischen Bedingungen wurden solarbetriebene Spezialkühlsysteme an strategischen Kliniken in Goma installiert.
“Administering our first vaccines in Goma marks a decisive operational turning point in protecting healthcare staff and containing mpox transmission across central Africa.” — Roger Kamba, Minister für öffentliche Gesundheit der DR Kongo
Epidemiezentrum Kivu und internationale Logistikkooperation
Neben Klinikpersonal sollen in den kommenden Tagen auch enge Kontaktpersonen von Infizierten und vulnerable Bevölkerungsgruppen in grenznahen Waldgebieten geimpft werden. Aufklärungskampagnen auf Swahili und Französisch sollen Vertrauen schaffen und Falschinformationen in der Bevölkerung entgegenwirken.
Internationale Geber haben weitere Millionen Impfstoffdosen in Aussicht gestellt. Die kongolesische Führung hob hervor, dass neben Impfungen auch ein breiter Zugang zu Diagnostika und antiviralen Medikamenten notwendig sei, um ein Übergreifen auf Nachbarländer dauerhaft zu stoppen.
Frequently Asked Questions
Wo startete die Impfkampagne gegen Mpox in der DR Kongo?
Die Impfungen begannen im Provinzkrankenhaus der ostkongolesischen Stadt Goma in Nord-Kivu.
Welcher Impfstoff wird im Kongo verabreicht?
Verabreicht wird der MVA-BN-Impfstoff von Bavarian Nordic, gespendet von der EU und den USA.





Comments (0)
Log in to join the discussion.