Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat den Senatsentwurf SB 942 zum offiziellen Gesetz erhoben. Der sogenannte California AI Transparency Act markiert die landesweit strengste rechtliche Kennzeichnungspflicht für softwaregenerierte Audio-, Bild- und Videodateien.
Unter dem neuen Paragrafenwerk müssen KI-Anbieter mit über einer Million aktiver Nutzer sowohl sichtbare Hinweise als auch unsichtbare, kryptografisch verankerte Wasserzeichen in alle synthetischen Ausgaben integrieren.
Manipulationssichere Metadaten und freie Überprüfbarkeit
Darüber hinaus schreibt das Gesetz vor, dass Unternehmen der Allgemeinheit ein kostenloses, nutzerfreundliches Prüfportal im Internet zur Verfügung stellen. Dort kann jeder beliebige Medieninhalte auf generative KI-Manipulation untersuchen lassen.
Die Verabschiedung flankiert ein umfangreiches Maßnahmenpaket, mit dem Kalifornien Deepfakes im Vorfeld politischer Wahlen einschränkt und Synchronsprecher sowie Darsteller vor unbefugten digitalen Klonen schützt.
“Generative KI birgt enorme Chancen, doch manipulative Deepfakes gefährden das Vertrauen der Bürger. Kalifornien sorgt für klare Transparenzstandards.”
Signalwirkung für Silicon Valley und internationale Standards
Branchenverbände wie die Software & Information Industry Association begrüßten die Ausrichtung an bewährten Industriestandards wie dem C2PA-Konsortium, mahnten jedoch verhältnismäßige Vorgaben für freie Softwareentwickler an.
Das kalifornische Justizministerium wird Verstöße ab 2026 mit Zivilstrafen von bis zu 5.000 US-Dollar pro Tag ahnden.



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