UN-Generalsekretär António Guterres hat sich zum ersten Jahrestag der Terrorangriffe vom 7. Oktober mit einem eindringlichen Friedensappell an die Weltgemeinschaft gewandt. In der UN-Zentrale in New York verurteilte Guterres die verheerenden Angriffe auf israelische Zivilisten auf das Schärfste und rief zugleich dazu auf, das katastrophale Leid der Zivilbevölkerung im Gazastreifen und im Libanon unverzüglich zu beenden.

Der Generalsekretär verwies auf den enormen Tribut, den zwölf Monate ununterbrochener Kriegshandlungen gefordert haben. Millionen Menschen wurden vertrieben und die lebenswichtige Infrastruktur weitgehend zerstört. Guterres betonte, dass kein Unrecht die Taten des 7. Oktober rechtfertigen könne, ebenso wie die kollektive Bestrafung der palästinensischen Zivilbevölkerung völkerrechtswidrig bleibe.

Humanitäre Notlage und die dringliche Forderung nach Waffenruhe

Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen berichteten von dramatischen Engpässen bei der Grundversorgung in Gaza. Anhaltende Bombardierungen und Blockaden behindern die Verteilung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten drastisch. Guterres warnte, dass der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung unzählige Kinder in eine aussichtslose Zukunft stürze.

Zudem äußerte der oberste Diplomat tiefe Besorgnis über die Ausweitung der militärischen Konfrontation auf den Südlibanon und Nordisrael. Durch die massiven Gefechte seien hunderttausende Menschen zur Flucht gezwungen worden. Ein unkontrollierter Flächenbrand im gesamten Nahen Osten drohe die internationale Stabilität fundamental zu gefährden.

“Dieser Tag hat Seelen weltweit gezeichnet. Die internationale Gemeinschaft darf ihren moralischen Kompass nicht verlieren: Wir brauchen sofort Waffenruhe, Geiselfreilassung und echten Frieden.” — António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen

Verhinderung regionaler Ausbreitung und Wege zu dauerhaftem Frieden

Guterres forderte den UN-Sicherheitsrat sowie einflussreiche Staaten auf, ihren diplomatischen Einfluss geltend zu machen. Taktische Gefechtspausen reichten bei weitem nicht aus; die bedingungslose Freilassung aller im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln müsse mit einer dauerhaften Waffenruhe einhergehen.

Abschließend unterstrich Guterres, dass nachhaltige Sicherheit für Israelis und Palästinenser nur durch eine glaubwürdige Zweistaatenlösung erreichbar sei. Er appellierte an alle Konfliktparteien, die Spirale der Vergeltung zu durchbrechen und den Weg diplomatischer Versöhnung einzuschlagen.

Frequently Asked Questions

Welche Kernforderungen stellte António Guterres in seiner Rede?

Er forderte eine sofortige humanitäre Waffenruhe, die bedingungslose Freilassung aller Geiseln, Hilfslieferungen und eine Zweistaatenlösung.

Warum warnte der UN-Generalsekretär vor einer Eskalation im Libanon?

Weil die Ausweitung der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah die Gefahr eines verheerenden regionalen Großkrieges drastisch erhöht.

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