Die Einzelhandelsumsätze im Vereinigten Königreich haben im August einen unerwartet kräftigen Zuwachs verzeichnet. Gegenüber dem Vormonat stieg das bereinigte Verkaufsvolumen um 1,0 %, wie das staatliche Statistikamt ONS in London bekanntgab. Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein Plus von 0,4 % prognostiziert.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich ein Anstieg um 2,5 %. Dies entspricht der dynamischsten Zwölf-Monats-Wachstumsrate des britischen Einzelhandels seit Februar 2022 und deutet darauf hin, dass reale Lohnzuwächse die Kaufkraft der Privathaushalte spürbar stärken.
Supermärkte und Modeketten treiben den Konsum
Nach ONS-Angaben wuchs der Lebensmittelhandel um 1,8 %, begünstigt durch sommerliche Temperaturen und Sportübertragungen. Bekleidungs- und Schuhgeschäfte legten um 0,6 % zu, unterstützt durch Rabattaktionen zum Saisonende.
Der Online-Handel hielt mit einem Marktanteil von 27,6 % am gesamten Einzelhandelsumsatz ein hohes Niveau, leicht über den 27,4 % des Vormonats Juli.
“Der Einzelhandel legte im August zu, getragen von Lebensmittelmärkten und Textilrabatten sowie sonnigem Spätsommerwetter.”
Wirtschaftlicher Rückenwind vor dem britischen Herbstbudget
Die robuste Konsumentwicklung folgt unmittelbar auf den Beschluss der Bank of England, den Leitzins unverändert bei 5,0 % zu belassen, um verbleibende Inflationsrisiken im Dienstleistungssektor abzusichern.
Für Finanzministerin Rachel Reeves bedeuten die Zahlen eine willkommene Unterstützung bei der Ausarbeitung ihres ersten Herbsthaushalts, bei dem die Stützung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums im Mittelpunkt steht.




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