Nach zweitägigen Beratungen in Tokio hat die Bank of Japan beschlossen, ihren Leitzins für Tagesgeld unverändert bei rund 0,25 Prozent zu belassen und damit eine Atempause nach den Turbulenzen des Sommers einzulegen.
Gouverneur Kazuo Ueda trat vor die Presse und signalisierte Zurückhaltung. Da sich der Yen spürbar von seinen historischen Tiefstständen erholt hat, habe der Inflationsdruck bei Importgütern nachgelassen.
Einstimmiger Beschluss zur Zinspause
Damit schlägt Japan einen Gegenkurs zu den westlichen Notenbanken ein, die mit kräftigen Zinssenkungen auf die Konjunkturabkühlung reagieren.
Zwar lag die japanische Kerninflation im August bei 2,8 Prozent, doch die Binnennachfrage der privaten Haushalte präsentiert sich nach wie vor fragil.
“Die Marktbewegungen waren zuletzt sehr volatil. Wir haben ausreichend Zeit, die Entwicklungen sorgfältig zu analysieren.”
Yen-Stabilisierung und geldpolitische Entkopplung
Die Finanzmärkte reagierten erleichtert: Der Nikkei 225 stieg um 1,5 Prozent, während Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung im Oktober verflogen.
Beobachter rechnen frühestens zum Jahresende mit einer Wiederaufnahme der geldpolitischen Straffung.




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