Tupperware Brands Corporation, das Traditionsunternehmen, dessen Verkaufspartys im heimischen Wohnzimmer die Nachkriegsjahrzehnte prägten, hat heute beim US-Insolvenzgericht im Bundesstaat Delaware Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt.

Das Unternehmen bezifferte seine Verbindlichkeiten auf bis zu 10 Milliarden US-Dollar bei einer direkten Schuldenlast von über 800 Millionen Dollar, nachdem Gespräche mit Gläubigern über eine langfristige Umschuldung scheiterten.

Niedergang einer Ikone des Direktvertriebs

Gegründet 1946 von Chemiker Earl Tupper, revolutionierte das Unternehmen mit seinen patentierten luftdichten Deckeln die Lebensmittelaufbewahrung weltweit.

Doch im Zeitalter des Online-Shoppings verlor das Direktvertriebsmodell zunehmend den Anschluss an jüngere Käuferschichten, während Billiganbieter den Markt überschwemmten.

“Dieses rechtliche Verfahren verschafft uns die notwendige Flexibilität, um den bestmöglichen Wert für unsere Traditionsmarke zu sichern.”

Geordneter Verkaufsprozess unter gerichtlicher Aufsicht

CEO Laurie Ann Goldman betonte, dass der operative Geschäftsbetrieb ohne Unterbrechung fortgeführt werden soll, während ein geeigneter Investor gesucht wird.

Branchenbeobachter rechnen damit, dass Private-Equity-Investoren vor allem an den weltweiten Markenrechten und Patenten von Tupperware interessiert sein dürften.

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