Die Finanzminister der Eurozone haben heute bei ihrem informellen Treffen in Dublin einen entscheidenden Durchbruch zur Vollendung der europäischen Kapitalmarktunion erzielt.

Unter Leitung von Eurogruppen-Präsident Paschal Donohoe verabschiedeten die Minister einen 13-Punkte-Fahrplan, um über 300 Milliarden Euro privater Bankeinlagen gezielt in europäische Start-ups und grüne Großprojekte zu lenken.

Deutsch-französischer Kompromiss ebnet den Weg

Die Einigung überwindet jahrelange Differenzen zwischen Paris und Berlin durch eine schrittweise Angleichung nationaler Insolvenzstandards und den Abbau von Prospekthürden bei Börsengängen.

Zudem wird ein 'Europäisches Kleinanleger-Konto' (ERIA) geschaffen, das Bürgern steuerlich vereinfachte Investitionen in europäische Aktienfonds ermöglicht.

“Die 10 Billionen Euro auf europäischen Sparkonten müssen zu einem Motor für Wohlstand und Innovation werden.”

Stärkung der europäischen Aufsicht ESMA

Der Beschluss sieht vor, der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA bis Ende 2026 schrittweise direkte Kontrollkompetenzen über systemrelevante Handelsplätze zu übertragen.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde begrüßte den Beschluss als unverzichtbaren Schritt, um Europas Wirtschaft im Wettbewerb mit den USA und Asien krisenfest aufzustellen.

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