Die französische Staatsbahn SNCF Voyageurs und der Zughersteller Alstom haben die Phase der dynamischen Netzerprobung für den TGV M, die fünfte Generation des legendären französischen Schnellzugs, deutlich forciert.
Die Testzüge der Modellreihe Avelia Horizon absolvierten umfangreiche Messfahrten bei Höchstgeschwindigkeiten von 320 km/h auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Sud-Est sowie auf Abschnitten des herkömmlichen Schienennetzes.
Aerodynamische Optimierung und 20 Prozent Energieeinsparung
Spezialisten beider Unternehmen untersuchen im Echtzeitbetrieb das aerodynamische Verhalten des Stromabnehmers an der Oberleitung, die Bremskraftrückgewinnung sowie die fehlerfreie Signalinteroperabilität.
Mit seiner langgestreckten, aerodynamisch optimierten Zugnase verbraucht der TGV M im Vergleich zu bisherigen Doppelstockzügen rund 20 Prozent weniger Energie und besteht zu 97 Prozent aus wiederverwertbaren Materialien.
“Der TGV M ist nicht nur ein schneller Zug, sondern eine technologische und ökologische Revolution. Er bietet unseren Fahrgästen mehr Sitzplätze, höchsten Komfort und beispielhafte Energieeffizienz.”
Bis zu 740 Sitzplätze und paneuropäischer Fernverkehr
Die Passagierkapazität steigt um 20 Prozent auf bis zu 740 Plätze pro Garnitur. Dank modularer Wagenlayouts lässt sich die Aufteilung zwischen 1. und 2. Klasse flexibel an saisonale Nachfrageschwankungen anpassen.
Mit einem Festauftrag über 115 Züge im Gesamtwert von 2,7 Milliarden Euro bereitet die SNCF den kommerziellen Start für Ende 2025 auf der Paradestrecke Paris-Lyon-Marseille vor, gefolgt von grenzüberschreitenden Verkehren nach Italien, Spanien und in die Schweiz.




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