Die Schweizer Stimmberechtigten haben am Sonntag im Rahmen der eidgenössischen Volksabstimmung zwei wegweisenden Bundesvorlagen eine deutliche Abfuhr erteilt: der Biodiversitätsinitiative sowie der Reform der beruflichen Vorsorge (BVG).
Laut dem amtlichen Endergebnis der Bundeskanzlei in Bern wurde die Biodiversitätsinitiative mit 63,0 Prozent Nein-Stimmen verworfen. Die Vorlage scheiterte in 25 Kantonen; einzig Basel-Stadt stimmte zu.
Deutliches Doppel-Nein an den Eidgenössischen Urnen
Umwelt- und Naturschutzverbände hatten gewarnt, dass ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz bedroht sei und verbindliche Schutzflächen hermüssten.
Der Schweizer Bauernverband und Wirtschaftsverbände machten jedoch erfolgreich geltend, dass zusätzliche Auflagen die heimische Nahrungsmittelproduktion schwächen und Solaranlagen im Berggebiet behindern würden.
“Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben gesprochen. Der Entscheid zeigt, dass die Bevölkerung einen praxistauglichen Naturschutz ohne Bevormundung der Landwirtschaft wünscht.”
Wirtschafts- und Agrarargumente Setzen sich Durch
Noch deutlicher fiel das Verdikt bei der Reform der beruflichen Vorsorge aus: 67,1 Prozent der Abstimmenden votierten gegen das parlamentarische Kompromisspaket.
Gewerkschaften und Linksparteien hatten die Kampagne geprägt, indem sie vor steigenden Lohnabzügen bei gleichzeitig sinkenden Renten durch die Senkung des Mindestumwandlungssatzes warnten.




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