Das Norwegische Nobelkomitee in Oslo hat am Freitag bekanntgegeben, dass der Friedensnobelpreis 2024 an die japanische Organisation Nihon Hidankyo verliehen wird, die Konföderation der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, bekannt als Hibakusha.
Gegründet im Jahr 1956, vereinte Nihon Hidankyo die Opfer der atomaren Schläge vom August 1945, um das unermessliche Leid zu bezeugen und unermüdlich für eine atomwaffenfreie Welt einzutreten.
Sieben Jahrzehnte Mahnung Gegen die Nukleare Zerstörung
Durch persönliche Augenzeugenberichte und friedenspolitische Delegationen vor den Vereinten Nationen trugen die Hibakusha maßgeblich dazu bei, den weltweiten Konsens zu festigen, dass ein Einsatz von Atomwaffen moralisch untragbar ist.
Das Nobelkomitee hob hervor, dass dieses essenzielle nukleare Tabu gegenwärtig durch nukleare Drohgebärden und weltweite Aufrüstungsprogramme einer bedrohlichen Belastungsprobe ausgesetzt ist.
“The Hibakusha help us to describe the indescribable, to think the unthinkable, and to grasp the incomprehensible pain and suffering caused by nuclear weapons.” — Jørgen Watne Frydnes, Chair of the Norwegian Nobel Committee
Verteidigung des Nuklearen Tabus in Einer Gefährdeten Welt
In Tokio reagierten Vertreter von Nihon Hidankyo sichtlich gerührt und erklärten, der Preis gebühre all jenen Kameraden, die vor der Verwirklichung einer Welt ohne Atomwaffen verstorben seien.
Der mit elf Millionen schwedischen Kronen dotierte Friedensnobelpreis wird den Repräsentanten der Bewegung am 10. Dezember im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Rathaus von Oslo überreicht.
Frequently Asked Questions
Was ist Nihon Hidankyo und wen vertritt die Gruppe?
Nihon Hidankyo ist die 1956 gegründete japanische Dachorganisation der Überlebenden der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki.
Warum erhielt Nihon Hidankyo den Friedensnobelpreis 2024?
Das Nobelkomitee würdigte den sieben Jahrzehnte währenden Einsatz von Zeitzeugen für die weltweite Abschaffung aller Kernwaffen.





Comments (0)
Log in to join the discussion.