Die US-Raumfahrtbehörde NASA und SpaceX haben den geplanten Start der Mission Crew-9 zur Internationalen Raumstation offiziell auf frühestens Samstag, den 28. September, verlegt. Grund hierfür sind die gefährlichen Wetterbedingungen, die Hurrikan Helene über der Halbinsel von Florida verursacht. Die Behörden am Weltraumbahnhof Cape Canaveral trafen umgehend umfassende Vorkehrungen.

Bodenmannschaften rollten die Falcon-9-Rakete mitsamt der Raumkapsel Dragon Freedom von der Startrampe des Space Launch Complex 40 zurück in den sicheren Hangar. Durch diesen Schritt werden empfindliche Triebwerkskomponenten und der Hitzeschild vor Sturmböen, sintflutartigen Regenfällen und umherfliegenden Fremdkörpern bewahrt.

Sicherheitsmaßnahmen am Space Launch Complex 40

Meteorologen der Cape Canaveral Space Force Station warnten vor Blitzeinschlägen und heftigen Scherwinden durch Ausläufer des Wirbelsturms. Sobald das Sturmtief abzieht, werden Techniker die Startinfrastruktur, Treibstoffleitungen und Sensoren eingehend prüfen, ehe die Rakete erneut aufgerichtet wird.

Crew-9-Kommandant Nick Hague von der NASA und Missionsspezialist Aleksandr Gorbunov von Roskosmos verbleiben unterdessen im Neil Armstrong Operations and Checkout Building im Kennedy Space Center in medizinischer Quarantäne. Beide Raumfahrer sind bestens auf die veränderte Missionskonfiguration vorbereitet.

“Safety of the flight crew, launch teams, and spacecraft is always our first priority. Postponing launch allows teams to weather the storm and conduct thorough post-storm pad evaluations.”

Strategische Relevanz des angepassten Flugplans

Der neue Startversuch ist für Samstag um 13:17 Uhr Ortszeit terminiert; ein weiteres Ausweichfenster steht am Sonntag, den 29. September, bereit. Der Flug markiert zudem ein Novum: Erstmals startet eine bemannte Mission vom modernisierten Space Launch Complex 40, was künftig mehr operative Flexibilität schafft.

Für die Raumstation hat Crew-9 eine außerordentliche logistische Bedeutung. Die Kapsel hebt mit zwei leeren Sitzen ab, um Anfang 2025 die beiden Starliner-Astronauten Suni Williams und Butch Wilmore sicher zur Erde zurückzubringen. Nach dem Andocken werden Hague und Gorbunov Teil der Langzeitexpedition 72.

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