Die Stiftung Mozarteum Salzburg hat am Donnerstag einen herausragenden musikgeschichtlichen Fund bekannt gegeben: In den Beständen der Leipziger Städtischen Bibliotheken wurde ein bisher unentdecktes Werk von Wolfgang Amadeus Mozart gefunden.

Die Entdeckung gelang den Forschern bei der Neubearbeitung des maßgeblichen Köchelverzeichnisses. Das Manuskript ist eine Abschrift aus der Zeit um 1780 aus dem Nachlass des Sammlers Carl Ferdinand Becker.

Fund in der Carl-Ferdinand-Becker-Sammlung

Das Werk mit dem Titel Serenade in C (KV 648), liebevoll 'Ganz kleine Nachtmusik' getauft, stammt aus der Zeit zwischen 1765 und 1769, als Mozart etwa 10 bis 13 Jahre alt war.

Die etwa zwölf Minuten lange Komposition für zwei Violinen und Bass besteht aus sieben Miniatursätzen und zeugt vom erstaunlichen Kontrapunkt-Verständnis des jungen Salzburgers.

“Bislang war der junge Mozart vor allem durch Klaviersonaten und frühe Sinfonien bekannt. Dieses Streichtrio füllt eine bedeutende Lücke.”

Geniale Kammermusik des jungen Wunderkinds

Am Donnerstag erlebte das Streichtrio in Salzburg seine moderne Erstaufführung vor internationalem Fachpublikum.

Am Wochenende folgt die deutsche Erstaufführung an der Oper Leipzig, während zeitgleich die Noten für Musiker weltweit freigegeben werden.

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