Anlässlich des Internationalen Tages der Entgeltgleichheit hat die UNESCO heute in Paris eine richtungweisende globale Studie zu den Verdienststrukturen in der Kultur- und Kreativwirtschaft vorgelegt.

Der Bericht mit dem Titel 'Gender, Kreativität und wirtschaftliche Gerechtigkeit' stützt sich auf Daten von mehr als 12.000 Kunstschaffenden aus 84 Ländern und beziffert den geschlechtsspezifischen Lohnabstand auf durchschnittlich 21 Prozent.

Krasse Unterschiede bei Filmförderung und Tantiemen

Besonders ausgeprägt ist die Benachteiligung im Filmsektor: Regisseurinnen erhalten für ihre Spielfilmprojekte im weltweiten Mittel um 34 Prozent geringere Budgets als ihre männlichen Kollegen.

Zudem besetzen Frauen lediglich 28 Prozent der Leitungsfunktionen in staatlichen Theatern, Museen und führenden Architekturbüros.

“Kreativität ist das Fundament lebendiger Gesellschaften. Dennoch werden die herausragenden Leistungen von Frauen nach wie vor systematisch unterbewertet.”

Forderung nach verbindlicher Lohntransparenz

Gemeinsam mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) fordert die UNESCO die Regierungen auf, verbindliche Transparenzvorschriften auch für Honorare von Freiberuflern einzuführen.

Zudem empfiehlt die Organisation, staatliche Kulturförderungen strikt an den Nachweis gleicher Bezahlung im Produktionsstab zu binden.

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