Die Schwedische Akademie in Stockholm hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass der Nobelpreis für Literatur 2024 an die südkoreanische Schriftstellerin Han Kang verliehen wird. Gewürdigt wird ihre intensive poetische Prosa, die historische Traumata konfrontiert und die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens offenlegt.

Die 53-jährige Autorin schreibt Geschichte als erste südkoreanische Literaturnobelpreisträgerin und zugleich als erste asiatische Frau, die mit dieser renommiertesten Auszeichnung der weltweiten Literatur gewürdigt wird.

Historischer Meilenstein für die Asiatische Literaturwelt

Internationalen Ruhm erlangte Han Kang 2016 mit dem Gewinn des International Booker Prize für ihren Roman Die Vegetarierin, der in drei eindringlichen Akten die Rebellion einer Frau gegen gesellschaftliche Zwänge und Fleischessen schildert.

In ihrem Meisterwerk Menschenwerk befasste sie sich eindrücklich mit dem blutigen Gwangju-Aufstand von 1980 in Südkorea, gab den Opfern staatlicher Gewalt eine Stimme und reflektierte über kollektive Erinnerung und menschliche Würde.

“In her work, Han Kang confronts historical traumas and invisible sets of rules, exposing the fragility of human life with unique poetic prose.” — Mats Malm, Permanent Secretary of the Swedish Academy

Aufarbeitung Historischer Traumata und Menschlicher Fragilität

Literaturkritiker weltweit begrüßten die Entscheidung der Akademie und betonten, wie Han Kangs feinfühlige Bildsprache körperlichen Schmerz und historische Gewalterfahrungen in universelle literarische Kunst verwandelt.

Die renommierte Ehrung ist mit elf Millionen schwedischen Kronen dotiert und wird im Rahmen der traditionellen Zeremonie im Dezember in Stockholm feierlich überreicht.

Frequently Asked Questions

Warum erhielt Han Kang den Literaturnobelpreis 2024?

Die Schwedische Akademie würdigte ihre intensive poetische Prosa, die historische Traumata aufarbeitet und menschliche Zerbrechlichkeit zeigt.

Welche Bücher von Han Kang sind international bekannt?

Besonders bekannt sind Die Vegetarierin, ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2016, sowie Menschenwerk über das Gwangju-Massaker von 1980.

Sources