Die führenden europäischen Nutzfahrzeughersteller, darunter Daimler Truck, Traton und die Volvo Group, haben heute in Brüssel Alarm geschlagen.

Über ihren Verband ACEA forderten sie die EU-Kommission auf, die für 2027 geplante Überprüfung der CO2-Vorgaben für schwere Lkw bereits auf Anfang 2025 vorzuziehen.

Krasse Lücke beim Stromnetzausbau

Bis 2030 müssen die Emissionen neuer Lkw um 45 Prozent sinken. Doch derzeit gibt es EU-weit weniger als 600 öffentliche Lkw-Ladepunkte – nötig wären mindestens 50.000 Megawatt-Ladesäulen.

In Deutschland und Westeuropa betragen die Wartezeiten für Netzanschlüsse von Logistikhöfen teilweise über drei Jahre.

“Unsere emissionsfreien Lkw sind marktreif, aber wir können sie nicht verkaufen, wenn Spediteure keine Lademöglichkeiten finden.”

Forderung nach realistischen Rahmenbedingungen

Der Verband verlangt, finanzielle Strafen für Hersteller so lange auszusetzen, wie die Mitgliedsstaaten ihren Verpflichtungen beim Ausbau der Ladekorridore nicht nachkommen.

Die EU-Kommission kündigte an, den Dialog mit den Herstellern und Netzbetreibern zu intensivieren.

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