Die Europäische Union und die Regierung Kanadas haben heute in Brüssel eine umfassende strategische Partnerschaft für kritische Rohstoffe und energetische Widerstandsfähigkeit unterzeichnet. Der Pakt etabliert gegenseitige Liefergarantien und einheitliche Regulierungsverfahren für Abbau und Raffination.

Mit dem Abkommen begegnen Europa und Kanada strategischen Verwundbarkeiten in westlichen Industrieketten. Europäische Autobauer und Energiekonzerne erhalten direkten Zugang zu Kanadas gewaltigen Lithium-, Nickel- und Seltene-Erden-Vorkommen.

Mobilisierung von 1,5 Milliarden Euro an Investitionsgarantien

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und Export Development Canada (EDC) stellen gemeinsam ein Garantievolumen von 1,5 Milliarden Euro bereit. Gefördert werden Minenbetriebe in Québec und Ontario sowie Weiterverarbeitungsanlagen in Deutschland, Frankreich und Schweden.

Strategische Prioritätsrohstoffe des EU-Kanada-Abkommens
Rohstoff Primäre Anwendung Kanadische Bergbauregionen Europäische Industriestandorte
Spodumen-Lithium Batteriezellen & Netzspeicher James Bay (QC), Abitibi Northvolt & ACC Gigafactories (DE, FR)
Batteriefähiges Nickel Kathodenfertigung & Flugzeugbau Sudbury (ON), Voisey's Bay BASF Harjavalta, Umicore Nysa
Kobalt & Seltene Erden Dauermagnete & Windkraftanlagen Nechalacho (NWT), Cobalt (ON) Siemens Gamesa, Airbus Defence
Sauberer Wasserstoff Grüner Stahl & Chemie Neufundland, Nova Scotia Hafen Rotterdam, Ruhrgebiet

Höchste Umwelt- und Transparenzstandards

Das Abkommen schreibt einen digitalen Batteriepass und strenge lückenlose Herkunftsnachweise von der Mine bis zum Endprodukt vor, im Einklang mit dem europäischen Critical Raw Materials Act.

“Kanada und Europa beweisen, dass demokratische Verbündete verlässliche, transparente und umweltfreundliche Lieferketten aufbauen können, die unsere Volkswirtschaften schützen.”

Der Vertrag tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft, erste Lieferkontrakte wurden zeitgleich in Brüssel unterzeichnet.

Sources