Die Europäische Kommission hat heute einen Beschlussvorschlag zur Freigabe von 489 Millionen Euro aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union (EUSF) vorgelegt. Die Mittel sollen nach den verheerenden Herbstunwettern in Griechenland, Italien und Südfrankreich die Instandsetzung lebenswichtiger Infrastruktur beschleunigen.

Das Hilfspaket unterstreicht die europäische Solidarität in Zeiten zunehmender klimabedingter Extremwetterereignisse im Mittelmeerraum.

Verteilung der Finanzmittel nach Regionen

Die Berechnung der Hilfen basiert auf detaillierten Schadensmeldungen der nationalen Behörden, die durch Satellitenbilder des europäischen Copernicus-Katastrophendienstes validiert wurden.

Aufteilung der EUSF-Fluthilfen (489 Millionen Euro)
Empfängerland EUSF-Zuweisung Betroffene Regionen Schwerpunkt
Griechenland 198 Mio. Euro Thessalien, Mittelgriechenland Landwirtschaftliche Bewässerung, Brücken
Italien 184 Mio. Euro Emilia-Romagna, Toskana Flussbetteindämmung, Eisenbahntrassen
Frankreich 107 Mio. Euro Okzitanien, Provence-Alpes Regenrückhaltebecken, Küstenschutz

Klimaresistenter Wiederaufbau vorgeschrieben

Im Sinne des Prinzips 'Build Back Better' müssen instandgesetzte Schutzmauern und Wasserwege so konzipiert sein, dass sie künftigen Jahrhunderthochwassern standhalten.

“Europäische Solidarität ist kein Lippenbekenntnis, sondern handfeste Hilfe, wenn Katastrophen unsere Bürger treffen. Wir helfen beim krisenfesten Wiederaufbau.”

Das Europäische Parlament und der Rat der EU werden die Vorlage in der kommenden Woche im Eilverfahren billigen, um erste Vorschusszahlungen zeitnah auszahlen zu können.

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