Die japanische Halbinsel Noto in der Präfektur Ishikawa wurde am Montag von einer verheerenden Naturkatastrophe heimgesucht: Rekordartige Regenfälle lösten Sturzfluten und Schlammlawinen aus, die mindestens sechs Menschen töteten.
Die nationale Wetterbehörde rief die höchste Warnstufe aus, nachdem in der Küstenstadt Wajima binnen drei Tagen mehr als 540 Liter Regen pro Quadratmeter fielen.
Doppelte Katastrophe Trifft Traumatisierte Bevölkerung
Reißende Schlammmassen traten über die Ufer und drangen in Containersiedlungen ein, in denen Menschen lebten, die durch das Beben vom 1. Januar obdachlos geworden waren.
In Wajima mussten Anwohner auf Dächer flüchten. Erdrutsche verschütteten zudem Behelfsunterkünfte von Bauarbeitern, die mit der Wiederherstellung von Tunneln beschäftigt waren.
“Dieses doppelte Unglück bricht einem das Herz. Der durch das Beben gelockerte Boden konnte diesen Regenmassen nicht standhalten.”
Militäreinsatz zur Rettung Abgeschnittener Dörfer
Premierminister Fumio Kishida mobilisierte die japanischen Selbstverteidigungskräfte, um mit Baggern verschüttete Zufahrtsstraßen freizuräumen.
Über 100 Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten, während Helfer unter Hochdruck Trinkwasser und Notstromaggregate in die Region schaffen.




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