Der kanadische Tankstellen- und Convenience-Store-Betreiber Alimentation Couche-Tard hat sein Übernahmeangebot für die japanische Seven & i Holdings deutlich nachgebessert und bewertet den Handelsriesen nun mit rund 47 Milliarden US-Dollar (etwa 7 Billionen Yen).
Die neue Barofferte von umgerechnet etwa 18,19 Dollar je Anteilsschein liegt mehr als 20 Prozent über dem ersten informellen Gebot, das der Verwaltungsrat von Seven & i im September als unzureichend zurückgewiesen hatte.
Verbesserte Barofferte bewertet japanischen Handelsriesen mit 7 Billionen Yen
Sollte die Megatransaktion gelingen, wäre dies der größte Zukauf eines japanischen Börsenkonzerns durch ein ausländisches Unternehmen in der Wirtschaftsgeschichte und würde ein weltweites Netz von über 85.000 Filialen unter einem Konzerndach vereinen.
Seven & i bestätigte in einer Pflichtmitteilung an die Tokioter Börse den Eingang der überarbeiteten Offerte und erklärte, ein eigens eingerichteter Sonderausschuss unabhängiger Verwaltungsratsmitglieder werde den Vorschlag prüfen.
“Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass ein Zusammenschluss von Couche-Tard und Seven & i überzeugende Werte für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre in Nordamerika und Asien schafft.” — Alimentation Couche-Tard, Unternehmensmitteilung
Kartellrechtliche Bedenken und nationale Sicherheitsprüfungen stehen bevor
Allerdings dürfte der Zusammenschluss auf erhebliche kartellrechtliche Hürden in den USA stoßen, wo beide Konzerne zusammen über rund 13.000 Filialen und ausgedehnte Kraftstoff-Vertriebsnetze verfügen.
Zudem hatte die japanische Regierung Seven & i vor kurzem als sicherheitsrelevantes Kernunternehmen eingestuft, was den Tokioter Behörden weitreichende Mitspracherechte bei ausländischen Eigentümerwechseln einräumt.
Frequently Asked Questions
Wie hoch ist das neue Übernahmeangebot von Couche-Tard?
Das nachgebesserte Angebot beziffert den Unternehmenswert von Seven & i auf etwa 47 Milliarden Dollar (rund 7 Billionen Yen).
Warum lehnte Seven & i das ursprüngliche Angebot ab?
Der Verwaltungsrat urteilte, das erste Gebot habe den wahren Wert des Unternehmens gravierend unterschätzt.





Comments (0)
Log in to join the discussion.