Die globale kommerzielle Luftfahrtindustrie hat ihren kartellrechtlichen Druck gegen Originalgerätehersteller (OEMs) verschärft und einen offenen Marktzugang für überholte und gebrauchte Flugzeugtriebwerkskomponenten gefordert. Die International Air Transport Association (IATA), die rund 300 Fluggesellschaften vertritt, die über 80% des globalen Luftverkehrs ausmachen, warnte davor, dass restriktive Vertragspraktiken den weltweiten Wartungsrückstand verschärfen und kommerzielle Flotten abbauen.
Die Kampagne zielt auf langjährige kommerzielle Barrieren ab, die Wartungs-, Reparatur- und Überholungseinrichtungen (MRO) von Drittanbietern daran hindern, Teile von "gebrauchtem Gebrauchsmaterial" (USM) ohne proprietäre OEM-Lizenz an großen kommerziellen Turbofan-Triebwerken zu entnehmen, neu zu zertifizieren und zu installieren.
Der Turboprop Antitrust Präzedenzfall
Der erneute Vorstoß der IATA baut auf einer wegweisenden kartellrechtlichen Einigung der Europäischen Kommission mit Pratt & Whitney Canada auf, in der der Motorenhersteller zustimmte, restriktive Klauseln zu entfernen, die unabhängige Reparaturwerkstätten daran hinderten, Komponentenabschnitte aus stillgelegten regionalen Turboprops zu beziehen. IATA-Beamte betonten, dass, während die regionale Siedlung ein wichtiges Rechtsprinzip etablierte, regulatorische Eingriffe nun auf kommerzielle Schmalkörperkraftwerke ausgedehnt werden müssen.
| Komponente/Parameter | Basislinie vor 2020 | Aktuelle Industrie Realität | Auswirkungen auf den Flugbetrieb |
|---|---|---|---|
| Motorwerkstatt-Umlaufzeit | 60-75 Kalendertage | 140–180 Kalendertage | Mehrmonatige Flugerdungen während der Hauptreisezeiten |
| Zugriff auf gebrauchtes Serviceable Material (USM) | Streng kontrollierte OEM-Garantien | Unabhängige zertifizierte Shops eingeschränkt | 30-50% Preisaufschläge auf Ersatzturbinenscheiben |
| Jährliche Erdungskosten | Geschätzte 1,8 Milliarden Dollar | Übertrifft 5,8 Milliarden US-Dollar weltweit | Geringere Streckenfrequenzen und überhöhte Kosten für Passagiertickets |
| Hochdruckturbinenschaufeln | 6-8 Wochen Vorlaufzeit | 40-52 Wochen Beschaffungsverzögerung | Rückstau von Luftfahrzeugen, die auf geplante C-Checks und Überholungen warten |
Schwerer Mangel an kritischen Turbinenkomponenten
Die Wartungskrise war besonders bei anspruchsvollen Arbeitstiermotoren wie der CFM56- und der Leap-Serie, bei denen die Durchlaufzeiten in den Motorenwerkstätten von etwa zwei Monaten vor 2020 auf heute mehr als fünf Monate gestiegen sind. Mangel an spezialisierten Legierungen und präzise gegossenen Hochdruckturbinenschaufeln haben Dutzende von Flugzeugen in Lagerhallen hinterlassen, die auf Motorüberholungen warten.
Motorenhersteller behaupten, dass proprietäre Kontrollen unerlässlich sind, um die Flugsicherheitsstandards einzuhalten und Hunderte von Millionen Dollar zu schützen, die in die Erstzertifizierung von Motoren investiert wurden. Die Fluggesellschaften argumentieren jedoch, dass die Erweiterung der Verfügbarkeit zertifizierter Gebrauchtteile aus ausgedienten Flugzeugzellen sofortige Erleichterung bieten würde, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.



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