Der indonesische Staatspräsident Joko Widodo hat in den Provinzen Riau und Nord-Sumatra mehrere strategisch wichtige Abschnitte der monumentalen Trans-Sumatra-Mautstraße (JTTS) offiziell dem Verkehr übergeben. Die neuen Schnellstraßenkorridore bilden einen Meilenstein seiner zehnjährigen Infrastrukturoffensive und verbinden die landwirtschaftlichen Produktionszentren im Inselinneren direkt mit den Exporthäfen an der Straße von Malakka.
Die vom Staatskonzern PT Hutama Karya mit einem Investitionsvolumen von über 12 Billionen Rupiah (rund 790 Millionen US-Dollar) errichteten Trassen umfassen wichtige Teilstücke der Achsen Pekanbaru–Padang sowie Kuala Tanjung–Tebing Tinggi–Parapat. Pendler und Spediteure, die auf überlasteten Landstraßen bisher neun Stunden benötigten, schaffen die Strecke nun in weniger als drei Stunden.
Schnellstraßen senken Frachtzeiten und hohe Logistikkosten drastisch
Sumatra ist nach der Hauptinsel Java der zweitgrößte Wirtschaftsmotor Indonesiens und liefert enorme Mengen an Palmöl, Naturkautschuk, Kaffee und Kohle. Dennoch litten regionale Exporteure bislang unter maroden Verkehrswegen, die zu fast doppelt so hohen Logistikkosten führten wie in den Nachbarländern Malaysia und Thailand.
Neben dem Güterverkehr profitieren auch Reisende: Die Autobahn erschließt den malerischen Tobasee in Nord-Sumatra, eines der fünf staatlichen Vorzeigeprojekte für den internationalen Tourismus. Durch die schnelle Anbindung an den Flughafen Medan wird im kommenden Jahr ein Besucherplus von 40 Prozent erwartet.
“Modern connectivity is the foundation of economic efficiency. This toll road network will dramatically lower logistics costs and unlock manufacturing potential across Sumatra.”
Jahrzehntelange Infrastrukturoffensive verändert die Wirtschaft der Insel
Im Beisein von Bauminister Basuki Hadimuljono betonte Widodo, dass mittlerweile über 1.000 Kilometer der geplanten 2.800 Kilometer langen Trans-Sumatra-Hauptschlagader in Betrieb sind und die Insel schrittweise von Lampung im Süden bis nach Aceh im Norden durchziehen.
Kurz vor dem Ende seiner zweiten und letzten Amtszeit im Oktober gilt die Verdreifachung des nationalen Autobahnnetzes seit 2014 als prägendes wirtschaftliches Vermächtnis Widodos, das nun neue Sonderwirtschaftszonen und Industrieparks entlang der Strecke ermöglichen soll.




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