Der staatlich kontrollierte brasilianische Energiekonzern Petrobras (Petróleo Brasileiro S.A.) hat am Mittwoch langfristige Charterverträge im Gesamtvolumen von rund 1,8 Milliarden US-Dollar für drei hochspezialisierte, dynamisch positionierte Tiefsee-Bohrschiffe besiegelt.

Die mehrjährigen Verträge bilden das Herzstück des Revitalisierungsprogramms für das Campos-Becken, mit dem Petrobras den natürlichen Förderrückgang in den Pionierfeldern der 1970er und 1980er Jahre umkehren und tiefer gelegene Karbonat-Öllagerstätten unterhalb massiver Salzschichten erschließen will.

Förderung unerschlossener Prä-Salz-Vorkommen unter etablierten Feldern

In Wassertiefen von mehr als 2.200 Metern werden die Bohrschiffe komplexe Erkundungs- und Förderbohrungen in traditionsreichen Offshore-Feldern wie Marlim, Albacora Leste und Roncador niederbringen.

Branchenbeobachter heben hervor, dass die Prä-Salz-Schichten im Campos-Becken schwefelarmes, qualitativ hochwertiges Rohöl bergen, dessen Wirtschaftlichkeit mit den ergiebigen Lagerstätten des Santos-Beckens Schritt halten kann.

“Unser Revitalisierungsprogramm im Campos-Becken beweist, dass reife Offshore-Regionen unter der Salzschicht enormes Potenzial besitzen. Wir verbinden technologische Innovation mit Kostendisziplin.”

Untersee-Abscheidungstechnologie garantiert extrem niedrige Förderkosten

Zur Einhaltung von Klimaschutzzielen setzt Petrobras auf die Untersee-Technologie HISSEP, die CO2-reiches Begleitgas direkt am Meeresboden abscheidet und zurück in die Formation presst, wodurch Emissionen an der Oberfläche deutlich gesenkt werden.

Mit dieser Großinvestition festigt Brasilien seine Position als einer der Förderstandorte mit den weltweit niedrigsten Produktionskosten — zwischen 5 und 7 US-Dollar je Barrel Öläquivalent —, was die Staatseinnahmen langfristig stützt.

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