Großbritanniens Premierminister Sir Keir Starmer hat am Montag auf dem Jahresparteitag der Labour-Partei in Liverpool seinen strikten finanzpolitischen Sparkurs verteidigt und die Nation auf harte Einschnitte im anstehenden Herbsthaushalt eingestimmt.
In seiner ersten Parteitagsrede als Regierungschef sah sich Starmer deutlicher Kritik traditioneller Gewerkschaftspartner ausgesetzt, die gegen die Streichung der Heizkostenpauschale für viele Rentner protestierten.
Gewerkschaftsfrust in Liverpool Wegen Sozialkürzungen
Starmer entgegnete, dass wirtschaftliche Stabilität das unabdingbare Fundament für künftigen Wohlstand bilde und ein Nachgeben bei den Staatsausgaben die Inflation erneut anheizen würde.
Finanzministerin Rachel Reeves untermauerte die Notwendigkeit von Einsparungen und verwies auf ein von den Tories hinterlassenes Haushaltsloch von 22 Milliarden Pfund.
“Wenn wir jetzt nicht die schwierigen Entscheidungen treffen, werden die arbeitenden Menschen später durch hohe Zinsen und kaputte Dienste dafür büßen.”
Das 22-Milliarden-Loch und die Weichenstellung am 30. Oktober
Starmer sicherte zu, bei den Steuern für Arbeitnehmer Wort zu halten und Einkommensteuer, Mehrwertsteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge unangetastet zu lassen.
Beifall erntete der Premierminister für Reformen zur Wiederverstaatlichung des Personenbahnverkehrs und die Gründung der staatlichen Energiegesellschaft Great British Energy.




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