Im festgefahrenen Tarifkonflikt beim US-Luftfahrtkonzern Boeing eskalieren die Auseinandersetzungen: Das Unternehmen hat am Montag bei der US-Arbeitsaufsichtsbehörde National Labor Relations Board (NLRB) eine offizielle Beschwerde wegen unlauterer Verhandlungsmethoden gegen die Maschinisten-Gewerkschaft IAM eingereicht.

Boeing warf der Führung des Bezirks IAM 751, der 33.000 streikende Fabrikarbeiter in den Bundesstaaten Washington und Oregon vertritt, vor, das jüngste Angebot von 30 Prozent mehr Gehalt verzerrt darzustellen und Verhandlungen zu blockieren.

Juristische Eskalation Vor der US-Arbeitsbehörde

Zuvor hatte das Boeing-Management die Verhandlungskommission umgangen und sein 'bestes und endgültiges' Angebot direkt über die Medien an die Belegschaft kommuniziert.

Gewerkschaftsführer wiesen diesen Schritt empört zurück und warfen Boeing vor, berechtigte Forderungen nach 40 Prozent mehr Lohn und der Rückkehr zu garantierten Pensionsplänen auszusitzen.

“Über die Presse zu verhandeln und das Verhandlungsteam zu ignorieren, ist ein Schlag ins Gesicht unserer Mitglieder.”

Milliardenschwere Verluste und Drohende Herabstufung

Der Ausstand lähmt die Endmontagelinien der wichtigen Baureihen 737 MAX und 777 an den Standorten Renton und Everett vollständig und stoppt die Auslieferungen an Fluggesellschaften.

Ratingagenturen warnten bereits davor, dass die Bonitätsnote von Boeing bei einem mehrwöchigen Streik auf Ramschniveau herabgestuft werden könnte.

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