In einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in New York hat der französische Außenminister Jean-Noël Barrot in enger Abstimmung mit Präsident Emmanuel Macron und der US-Regierung einen gemeinsamen Vorschlag für eine 21-tägige Waffenruhe an der israelisch-libanesischen Grenze unterbreitet. Die diplomatische Initiative soll verhindern, dass der Konflikt in einen unkontrollierbaren regionalen Flächenbrand umschlägt.
Der Vorschlag entstand nach intensiven Verhandlungen am Rande der UN-Generalversammlung zwischen französischen Unterhändlern, US-Außenminister Antony Blinken und arabischen Partnern wie Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, während die gegenseitigen Luftangriffe und Raketenschläge dramatisch zunahmen.
Dringlichkeitsdiplomatie zur Eindämmung der Eskalation an der Blauen Linie
Minister Barrot erklärte vor dem Sicherheitsrat, die dreiwöchige Atempause solle der Diplomatie den nötigen Raum verschaffen, um geflohenen Zivilisten auf beiden Seiten die Rückkehr zu ermöglichen und Verhandlungen über die vollständige Umsetzung der Resolution 1701 aufzunehmen.
Die 2006 verabschiedete Resolution 1701 besagt, dass im Südlibanon zwischen dem Litani-Fluss und der Demarkationslinie außer der libanesischen Armee und UNIFIL-Blauhelmen keine bewaffneten Kräfte präsent sein dürfen.
“Eine diplomatische Lösung ist möglich. Krieg ist nicht unvermeidlich. Wir haben unermüdlich mit unseren amerikanischen Partnern gearbeitet, um diese Pause zu schaffen.”
Wiederbelebung der UN-Resolution 1701 als Friedensfundament
Der deutsch-französisch-amerikanische Vorstoß wurde umgehend von der Europäischen Union, Deutschland, Italien, Kanada, Japan sowie Saudi-Arabien und Katar mitgetragen, die beide Konfliktparteien zur sofortigen Annahme der Feuerpause drängten.
Barrot kündigte an, im Anschluss an die New Yorker Gespräche direkt nach Beirut zu reisen, um mit der libanesischen Staatsführung zu verhandeln und Frankreichs Beistand für die libanesische Souveränität zu bekräftigen.




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