Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat heute die erweiterte Zulassung für Kerendia (Finerenon) erteilt. Das Präparat darf nun gezielt zur Verlangsamung chronischer Nierenerkrankungen bei erwachsenen Patienten mit Typ-1-Diabetes eingesetzt werden.
Während Finerenon seit 2021 für Typ-2-Diabetes zugelassen ist, standen Typ-1-Diabetikern bislang kaum spezifische moderne Substanzen zur Verfügung, um den fortschreitenden Nierenfunktionsverlust aufzuhalten.
Robuste Daten der Phase-3-Studie FINE-ONE
Grundlage der FDA-Entscheidung sind die Resultate der internationalen Phase-3-Studie FINE-ONE mit 220 erwachsenen Probanden in den USA, Europa und Japan.
| Parameter | Finerenon-Gruppe | Placebo-Gruppe | Statistische Relevanz |
|---|---|---|---|
| Albuminurie-Senkung nach 6 Monaten | -38,3% | -4,1% | p < 0,0001 |
| Erhalt der eGFR-Filtrationsrate | +2,4 mL/min/1,73m² | -1,8 mL/min/1,73m² | p = 0,002 |
| Abbruchrate wegen Hyperkaliämie | 1,8% | 0,9% | Klinisch gut beherrschbar |
| Kardiovaskuläre Sicherheit | Keine Zunahme | Standard-Baserate | Sehr gutes Sicherheitsprofil |
Bedeutung für die klinische Nephrologie
Zwischen 30 und 40 Prozent aller Typ-1-Diabetiker entwickeln im Lebensverlauf chronische Nierenschäden. Die Standardtherapie basierte über Jahrzehnte fast ausschließlich auf Blutdrucksenkern wie ACE-Hemmern.
“Die Zulassung schließt eine seit Jahrzehnten bestehende Behandlungslücke für Typ-1-Patienten, deren Nierenfunktion trotz guter Blutzuckereinstellung schwand.”
Der Hersteller Bayer gab bekannt, dass die Auslieferung mit der erweiterten Fachinformation umgehend startet.



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