Der krisengeplagte US-Flugzeugbauer Boeing hat am Dienstag sein nachgebessertes Angebot für eine dreißigprozentige Lohnerhöhung zurückgezogen und die Verhandlungen mit der Gewerkschaft IAM für beendet erklärt.

Das Scheitern der zweitägigen Gespräche unter Leitung staatlicher Vermittler verlängert den Ausstand von rund 33.000 Beschäftigten im pazifischen Nordwesten der USA in die vierte Woche und stoppt den Bau der 737 MAX und 777.

Verhärtete Fronten zwischen Flugzeugbauer und Gewerkschaft

Die Gewerkschaftsführung beharrte weiterhin auf einer Lohnerhöhung von 40 Prozent über vier Jahre sowie auf der Wiedereinführung der 2014 gestrichenen traditionellen betrieblichen Altersvorsorge.

Stephanie Pope, Chefin der Verkehrsflugzeugsparte von Boeing, erklärte, dass die Gewerkschaft nicht bereit war, über tragfähige Kompromisse zu verhandeln und untragbare Forderungen stellte.

“The union made demands that were non-negotiable and far exceeded what we can accept while preserving our business. Further negotiations do not make sense at this point.” — Stephanie Pope, President and CEO of Boeing Commercial Airplanes

Wachsende finanzielle Belastung für die globale Luftfahrtindustrie

Ratingagenturen warnen davor, dass der Streik Boeing jeden Monat mehr als eine Milliarde Dollar an Barmitteln kostet und eine Herabstufung der Bonität auf Ramschniveau droht.

Für den neuen Konzernchef Kelly Ortberg verschärft sich die Krise dramatisch: Das Unternehmen ordnete bereits Zwangsurlaub für zehntausende Angestellte an, um die Liquidität zu sichern.

Frequently Asked Questions

Warum scheiterten die Tarifverhandlungen bei Boeing?

Die Gewerkschaft beharrte auf 40 Prozent mehr Gehalt und alten Pensionsrechten, was Boeing als untragbar ablehnte.

Welche Flugzeugprogramme sind vom Streik betroffen?

Betroffen sind die Endmontagelinien der Boeing 737 MAX, der Langstreckenjets 777 und der 767-Frachter.

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