Die indonesische Zentralbank (Bank Indonesia) hat am Mittwoch entschlossen eingegriffen, um die heimische Währung gegen spekulative Verwerfungen abzusichern. Unmittelbar nach der unerwarteten Senkung des Leitzinses startete die Notenbank koordinierte Devisenverkäufe und Liquiditätsabschöpfungen.
Die Interventionen erfolgten weniger als 24 Stunden, nachdem das Direktorium der Zentralbank die Finanzmärkte mit einer Senkung des Leitzinses (BI-Rate) um 25 Basispunkte auf 6,00 Prozent überrascht hatte, um die Kreditvergabe an Unternehmen anzukurbeln.
'Dreifach-Intervention' an Kassa-, Termin- und Staatsanleihemärkten
Um zu verhindern, dass die geringere Zinsdifferenz die indonesische Rupiah unter Abwertungsdruck setzt, aktivierte Notenbankchef Perry Warjiyo die bewährte Strategie der 'Dreifach-Intervention'. Dabei agiert die Bank simultan am Devisenkassamarkt, am Markt für inländische Devisentermingeschäfte (DNDF) sowie am Sekundärmarkt für Staatsanleihen.
Parallel dazu führte die Zentralbank umfangreiche Auktionen eigener Geldmarktpapiere (SRBI) durch. Diese bieten internationalen institutionellen Anlegern attraktive Renditen und binden liquide Mittel im Land, wodurch Kapitalabflüsse effektiv verhindert werden.
“Unsere geldpolitische Lockerung zur Wachstumsförderung geht Hand in Hand mit unserem unerschütterlichen Bekenntnis zur Wechselkursstabilität durch proaktive Marktoperationen.”
Bindung ausländischen Kapitals durch ertragsstarke SRBI-Papiere
Die Finanzmärkte reagierten positiv auf das entschlossene Vorgehen: Die Rupiah behauptete sich stabil in einer engen Spanne von 15.120 bis 15.160 Einheiten je US-Dollar und entwickelte sich robuster als die Währungen vieler anderer Schwellenländer.
Wirtschaftsexperten lobten das ausgewogene Vorgehen Jakartas. Dank komfortabler Währungsreserven von über 150 Milliarden US-Dollar – ausreichend zur Finanzierung von 6,5 Importmonaten – verfügt die Notenbank über genügend Puffer, um den Zinskurs zu lockern, ohne die Wechselkursstabilität aufs Spiel zu setzen.




Comments (0)
Log in to join the discussion.