Der Untersuchungsausschuss der US-Küstenwache hat in North Charleston im Bundesstaat South Carolina eine zweiwöchige öffentliche Beweisaufnahme zur katastrophalen Implosion des Tauchboots Titan aufgenommen.
Bei dem Unglück im Juni 2023 kamen während einer Expedition zum Wrack der Titanic alle fünf Insassen ums Leben, darunter OceanGate-Chef Stockton Rush und vier zahlende Gäste.
Letzte Funksprüche und Digitale Rekonstruktion des Unglücks
Ermittler zeigten eine detaillierte Simulation des Tauchgangs. Die letzte Nachricht der Titan um 10:47 Uhr lautete 'hier ist alles gut', bevor die Verbindung in 3.346 Metern Wassertiefe schlagartig abriss.
Trümmerteile am Meeresgrund in unmittelbarer Nähe der Titanic belegen, dass der Rumpf unter dem immensen Wasserdruck von mehr als 350 Bar innerhalb von Millisekunden implodierte.
“Das Unternehmen war ausschließlich auf Kosteneinsparungen fixiert. Als ich gravierende Sicherheitsmängel am Rumpf dokumentierte, wurde ich fristlos entlassen.”
Whistleblower-Aussage Belastet OceanGate-Führung Schwer
Der frühere Einsatzleiter David Lochridge sagte aus, dass er bereits 2018 vor Hohlräumen in der Karbonfaser-Konstruktion und einem nicht ausreichend druckfesten Sichtfenster gewarnt hatte.
Die Ermittlungsergebnisse dürften neue weltweite Sicherheitsstandards der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation für private Tiefsee-Tauchfahrzeuge anstoßen.




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