Real Madrid hat in La Liga einen dramatischen 3:2-Heimsieg gegen Deportivo Alavés gefeiert und bleibt dem Tabellenführer FC Barcelona auf den Fersen. Die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti dominierte das Geschehen im Estadio Santiago Bernabéu über weite Strecken nach Belieben, musste nach einer vermeintlich sicheren Drei-Tore-Führung in der Schlussphase jedoch noch unerwartet zittern.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Keine Minute war gespielt, als Vinícius Júnior auf dem linken Flügel davonzog und maßgenau in den Strafraum passte, wo Kapitän Lucas Vázquez trocken zum 1:0 einschob. Der frühe Treffer gab den Madrilenen sichtbare Sicherheit und drängte die Gäste tief in die eigene Hälfte.
Offensivzauber und Mbappés Traumkombination mit Bellingham
Kurz vor der Halbzeitpause zauberten die Gastgeber das 2:0 auf den Rasen. Nach einem brillanten Doppelpass mit Jude Bellingham per Hackentrick ließ Kylian Mbappé seinen Gegenspieler mit einem schnellen Haken stehen und vollendete flach ins rechte Eck. Für den französischen Nationalstürmer war es bereits der siebte Pflichtspieltreffer im Real-Trikot.
Als Rodrygo nur drei Minuten nach Wiederanpfiff nach einem Sololauf über die rechte Seite den Ball durch die Beine von Gästekeeper Antonio Sivera zum 3:0 versenkte, schien die Begegnung gelaufen zu sein. Ancelotti nutzte die komfortable Situation, um Stammkräfte für das anstehende Stadtderby gegen Atlético Madrid zu schonen.
“Wir haben 75 Minuten lang hervorragend gespielt, aber wenn man in La Liga die Intensität verliert, schlägt jeder Gegner zu. Kylian spürt ein leichtes Ziehen, aber wir sind zuversichtlich, dass es nichts Ernstes ist.”
Späte Aufholjagd der Gäste und Vorsichtsmaßnahme bei Mbappé
Nach der Auswechslung von Mbappé in der 80. Minute riss jedoch plötzlich der Faden im Madrider Spiel. Alavés witterte seine Chance: Carlos Benavídez verkürzte in der 85. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer, ehe Kike García nur eine Minute später nach einer Flanke das 3:2 erzielte und für Atemnot auf den Rängen sorgte.
In der sechsminütigen Nachspielzeit verteidigte Real Madrid den knappen Vorsprung mit großem Einsatz und Leidenschaft. Abwehrchef Antonio Rüdiger klärte mehrere brenzlige Hereingaben, sodass der amtierende spanische Meister den wichtigen Dreier über die Zeit retten konnte.




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